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Pflegefall - was nun? - Senioren-Union Weilerswist

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Pflegefall - was nun?

Aktuelles
      
Martina Rodriguez-Alonso referierte zum Thema Pflege.
Fotos (3):
M. Maiworm
      
Im Notfall selbstbestimmt und handlungsfähig bleiben

Senioren-Union informierte sich über plötzliche Pflegebedürftigkeit

04. März 2026
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(MM) Den Stammtisch im März widmete die Senioren-Union Weilerswist einem Thema, dessen Erörterung für die meisten Menschen wohl eher unangenehm ist: „Plötzlich pflegebedürftig!“ Doch wer das Seniorenalter erreicht hat, der weiß zumeist schon aus eigener Lebenserfahrung, dass man selbst oder dass nahestehende Menschen wie aus dem Nichts vorübergehend oder dauerhaft pflegebedürftig werden können. Deshalb ist ist gerade im Seniorenalter wichtig, das Thema im Blick zu haben und von Fachkräften zu erfahren, welche Vorkehrungen man treffen kann, um im Eventualfall selbstbestimmt zu bleiben und handeln zu können.

Als Referentin hatte die Senioren-Union Martina Rodriguez-Alonso eingeladen, die als Pflegefachkraft mit langjähriger Erfahrung verschiedene Aspekte der Pflegebedürftigkeit erläuterte. Ihre Ausführungen, für die sie viel Beifall von den rund 30 anwesenden SU-Mitgliedern erhielt, kann man so zusammenfassen:

  • Häufigste Ursache für Eintritt plötzlicher Pflegebedürftigkeit sind Unfälle (65 %). Weitere 35 % verteilen sich auf Infektionen sowie auf Herz-/Kreislauferkrankungen.

  • Vorzeichen beachten! Wenn Atemnot, Schwindel, Verwirrtheit oder andere, plötzliche Beschwerden auftreten - nicht ignorieren, sondern Arzt kontaktieren oder Notruf absetzen.

  • Auf den Notfall vorbereitet sein. Wichtige Dokumente sollten stets in einer Notfallmappe bereit stehen. Dazu zählen insbesondere Patientenverfügung, Vorsorge- oder Betreuungsvollmacht. Nur diese stellen sicher, dass man auch als Notfallpatient selbst oder durch eine Vertrauensperson entscheidungsfähig bleibt.

  • Keine Angst vor der Intensivstation! Falls lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt sind, kommt man auf die Intensivstation des Krankenhauses. Deren Vielfalt an medizinischen Apparaturen und Prozeduren (z.B. künstliche Beatmung) können den Notfallpatienten verwirren und ängstigen. Geräte und Prozeduren sind aber notwendig, um die lebenswichtigen Körperfunktionen fortlaufend zu überwachen und aufrecht zu erhalten.

  • Nach dem Krankenhausaufenthalt. Wichtig sind vor allem die Bettung und die Körperhygiene des Pflegebedürftigen in der eigenen häuslichen Umgebung. Hierfür geben das Entlassmanagment des Krankenhauses und/oder ein beauftragter Pflegedienst nützliche Hinweise. Bei dauerhafter Pflegebedürftigkeit sollte alsbald eine Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragt werden. Dabei gibt der Sozialdienst des Krankenhauses Hilfestellung.

    Zum Schluss gab Martina Rodriguez-Alonso den Seniorinnen und Senioren einen Merksatz mit auf den Heimweg: „Vorsorge ist keine Angst vor der Zukunft, sondern Liebe zum selbstbestimmten Leben“
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