Studienreise nach Brüssel - Senioren-Union Weilerswist

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Studienreise nach Brüssel

Aktuelles
Die Gruppe aus Weilerswist im Europäischen Parlament.
Foto: EU
        

Eine informative und anstrengende Bildungsreise

Senioren-Union besuchte Brüssel, die Hauptstadt der Europäischen Union

23. - 26.10.2023
        
(MF) 20 Mitglieder und Freud*innen der Senioren-Union Weilerswist reisten vom 23. bis 26. Oktober mit dem Bus in die belgische Hauptstadt Brüssel, die zugleich Hauptstadt der Europäischen Union (EU) ist.  Quartier bezog die Gruppe im DC Hotel Brussels South, das im Brüsseler Vorort Drogenbos liegt; der Ortsname ist abgeleitet vom flämischen „drog“ (trocken) und „bos“ (Wald). Dort begrüßte sie ein Seminarleiter von der Jakob-Kaiser-Stiftung.

Gleich nach der Ankunft hörte die Gruppe im Hotel einem interessanten Vortrag über die Geschichte Belgiens. Ein Brüsseler Stadtführer informierte über Belgiens Grenzen und Prägungen in den vergangenen 2000 Jahren, über Flandern und die Wallonie, über die Region Brüssel und über den kleinen deutschsprachigen Landesteil in der Region Eupen. Danach stand ein vom Referenten geführter Stadtrundgang auf dem Programm. Die Teilnehmer betraten das belgische Regierungsviertel, wo früher die Herzöge von Brabant wie auch die von Burgund residierten, gefolgt von spanischen und österreichischen Gouverneuren sowie den holländischen Königen.

1830 entstand das heutige Belgien mit dem politischen System einer parlamentarischen Monarchie. Die Verfassungsorgane wurden um den Warandepark (Königlicher Park) angesiedelt: Auf der einen Seite der König, gegenüber Regierung und Parlament. Auf der dritten Seite befinden sich Botschaftsgebäude; und auf der vierten Seite die Bank, der in der Zeit der Staatsgründung 70 % der belgischen Industrie gehörten.
Weiter führte der Rundgang  durch die Oberstadt vom Viertel Petit Sablon zum Egmont-Park.  Danach blieb noch genügend Zeit auf einen Kaffe oder Cappuccino  am Place de la Liberté, bevor es mit dem Bus zurück zum Hotel ging.

Das Programm des zweiten Tages wurde durch eine Kunsthistorikerin und Stadtführerin gestaltet. Nach einer kommentierten Stadtrundfahrt führte sie die Teilnehmer zunächst in die Unterstadt zum Grand-Place mit dem Rathaus, umgeben von historischen Gebäuden, welche früher Häuser der einzelnen Zünfte waren. Weiter ging es durch die sehenswerte Königliche Galerie Saint Hubert,  erbaut 1847, mit einer Vielzahl von gehobenen Geschäften und Schokoladen-Manufakturen. Die Einkaufsgalerie erinnerte einige an die berühmte Einkaufsgalerie in Mailand.

Anschließend fuhr die Gruppe mit dem Reisebus zum Wahrzeichen von Brüssel, dem Atomium, welches 1958 zur Weltausstellung eröffnet wurde. Fast alle nutzten die Mittagspause, um eine Besichtigung des Atomiums auf eigene Faust vorzunehmen. Aus den oberen Kuppeln bot sich ihnen eine grandiose Aussicht über Brüssel bis weit ins Hinterland hinein. Am Nachmittag brachte der Bus die Teilnehmer zurück ins Europaviertel zum Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte. Dieses ist darauf ausgerichtet ist, nicht die nationalen Geschichten der einzelnen Länder darzustellen, sondern europäische Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und ein europäisches „Wir-Gefühl“ zu bekräftigen. Es erinnert stark an das „Haus der Geschichte“ in Bonn. Die Stadtführerein begleitete die Gruppe beim Rundgang durch das Gebäude und stand Rede und Antwort.

Höhepunkt des dritten Tages war der Besuch des Europaparlamentes Brüssel, wo ein Treffen/Gespräch mit der Europaabgeordneten Sabine Verheyen anstand. Frau Verheyen berichtete über ihre Arbeit im Europaparlament, über aktuelle Themen und ihre Arbeit am neuen Mediengesetz, an dem  sie als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung federführend mitarbeitet.  Dem nachfolgenden Gruppenfoto mit Frau Verheyen schloss sich ein kurzer Aufenthalt auf der Besuchertribüne des Plenarsaals an.

Am Nachmittag stand ein Besuch bei der Landesvertretung NRW bei der Europäischen Union in Brüssel auf dem Programm. Dort informierte eine Referentin ausführlich über die Aufgaben und Arbeitsweise der Landesvertretung.

Bevor es zurück ins Hotel ging, bestand noch ausreichend Gelegenheit, in die Altstadt zu spazieren, über den Grand Place zu schlendern, ein weiteres Wahrzeichen von Brüssel, das „Manneken Pis“  anzusteuern, sich u.a. mit Belgischer Schokolade/Pralinen einzudecken, und natürlich die berühmten Brüsseler Waffeln zu probieren.

Der gemütliche Teil kam bei dieser Studienfahrt auch nicht zu kurz. Abends saß man im Hotel in geselliger Runde beisammen, ließ die Tageseindrücke Revue passieren.

Der vierte und letzte Tag führte die Seminarteilnehmer zum Ausschuss der Regionen der EU. Der Informationsbesuch beinhaltete einen 50minütigen Vortrag mit Erläuterungen zu Aufgaben, Arbeitsweise und Zusammensetzung des Ausschusses. Die wichtigste Aufgabe des Ausschusses der Regionen ist die Erarbeitung von Stellungnahmen  und Entschließungen zu Politikbereichen, welche die regionale oder kommunale Ebene berühren und der Kommission, dem Parlament und dem Rat der EU übermittelt werden.

Auf der Rückfahrt in die Heimatorte waren die Teilnehmer sich einig, dass sie eine informative, interessante aber auch anstrengende Bildungsreise erlebt haben. Für nächstes Jahr ist eine mehrtägige Studienreise nach Hamburg angedacht.

Hinweis: Klick auf die folgenden Bilder öffnet eine größere Ansicht.
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