Was tun im Notfall?
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Herzlicher Empfang für die DRK-Mitarbeiter beim SU-Stammtisch.
Fotos (7):
M. Maiworm/M: Fey
Jeder kann im Notfall wirksam helfen
Informative Vorträge des DRK beim SU-Stammtisch
10. Juni 2026
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(MM) Es kann jeden ohne Vorwarnung treffen: Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt, Schlaganfall, Akutkrankheit mit hohem Fieber. Was tun als Angehöriger in einem solchen Notfall? Die meisten Menschen haben mal einen Erst-Hilfe-Kurs absolviert, häufig beim Erwerb des Führerscheins. Aber das ist in der Regel schon recht lange her. Es ist daher sehr sinnvoll, hin und wieder unter fachkundiger Anleitung das Wissen darüber aufzufrischen, was jede(r) im Notfall tun kann, um Leben zu retten.
Die Senioren-Union Weilerswist bot ihren Mitgliedern beim Stammtisch im Juni einen solchen Auffrischungskurs an. Federführend war der DRK-Ortsverein Weilerswist, dessen Vorsitzender Alexander Eskes und sein Stellvertreter, der Hausarzt und Notarzt Dr. Wolf-Andreas Werth, über die Arbeit des Roten Kreuzes informierten und diverse Notfallmaßnahmen vorstellten.
Dr. Werth führte dazu aus: Helfen kann JEDE(R)! Bei Herz- und Atemstillstand sind die ersten Minuten entscheidend für das Überleben des Erkrankten. Denn nach maximal 5 Minuten ohne Sauerstoffversorgung beginnt das Gehirn zu sterben
Wichtig sind, so Dr. Werth, folgende Schritte:
1. PRÜFEN: Ist der Erkrankte bewusstlos? Atmet er noch?
2. Um HILFE rufen (Notruf 112, Nachbarn, Passanten)
3. DRÜCKEN: Bei Atemstillstand schnell, hart und tief mit verschränkten Händen auf die Mitte des Brustkorbs drücken. Man kann dabei nichts verkehrt machen.
Zuvor hatte Alexander Eskes die vielfältigen Aufgaben des DRK präsentiert. Dessen Gründung geht auf das Jahr 1859 zurück, in dem der Schweizer Kaufmann Henry Dunant durch Zufall Augenzeuge der Schlacht bei Solferino wurde. Das Elend der Verwundeten und Sterbenden, die unversorgt zurückgelassen wurden, bewog ihn zur Gründung einer Hilfsorganisation - das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Inzwischen ist das Rote Kreuz international aufgestellt und hat weltweit etwa 100 Millionen Mitglieder. In unserer Region ist das DRK auf Kreis- und Gemeindeebene aktiv. Über die breit gefächerten Hilfen und Angebote informiert die Website.
Für ihre sehr informativen und anschaulichen Vorträge, die auch eine Übung am Dummy boten, erhielten Eskes und Dr. Werth von den SU-Mitgliedern im voll besetzten Saal des AWO-Heims lebhaften Beifall.
Zum Auftakt der Versammlung hatte SU-Vorsitzender René Bertram der kürzlich verstorbenen, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzender des Senioren-Union Weilerswist, Margret Röttgerkamp, gedacht. (S. Gedenkseite Trauer um M. Röttgerkamp).