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Studienreise 2026 - Senioren-Union Weilerswist

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Studienreise 2026

Aktuelles
Die Weilerswister Reisegruppe in Nürnberg.
Fotos (9): M. Jonen
      
Geschichte, Wandel, Zukunft und Gesellschaft

Senioren-Union Weilerswist auf Bildungsreise in Nürnberg und München


September 2026
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(SK/MJ) Fünf abwechslungsreiche Tage, spannende Einblicke und viele gemeinsame Erlebnisse: Eine Bildungsreise der Senioren-Union Weilerswist führte die Teilnehmer vom 21. bis zum 25. September 2026 nach Nürnberg und München. Auf dem Programm stand eine gelungene Mischung aus Bildung, Kultur, Geschichte und geselligem Beisammensein.

Am Montagmorgen machte sich die Reisegruppe, bestehend aus Mitgliedern der Senioren-Union und einigen weiteren Teilnehmern, von Weilerswist aus auf den Weg nach Nürnberg. Nachdem zunächst in Lommersum, anschließend in Vernich und schließlich in Weilerswist alle Mitreisenden zugestiegen waren, begann die gemeinsame Fahrt. Dank der guten Stimmung an Bord und des ausgesprochen freundlichen Busfahrers verging die Anreise wie im Flug.

In Nürnberg angekommen, stand zunächst eine Führung rund um die beeindruckende Kaiserburg und den Burgberg auf dem Programm. Dabei erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die bewegte Geschichte der Stadt, ihre besondere Bedeutung im Heiligen Römischen Reich und ihre Entwicklung bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Der eindrucksvolle Blick über die historische Altstadt rundete die Führung ab. Am Abend durfte dann auch die fränkische Küche nicht fehlen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Nürnberger Spezialitäten fand der erste Reisetag einen gelungenen Abschluss.

Am Dienstag standen insbesondere Zukunftstechnologien und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte im Mittelpunkt. Zunächst besuchte die Reisegruppe das Deutsche Museum Nürnberg, auch bekannt als Zukunftsmuseum. Dort erhielten die Teilnehmer faszinierende Einblicke in neue Technologien, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Die abwechslungsreiche Ausstellung bot zahlreiche Anregungen für interessante Gespräche und Diskussionen.

Zur Mittagszeit ging es anschließend in die traditionsreiche Bratwurstküche "Zum Gulden Stern", eines der ältesten Bratwurstrestaurants Nürnbergs. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1380 zurück, bereits 1419 wurde die Bratwurstküche erstmals urkundlich erwähnt. Seit über 600 Jahren werden hier Nürnberger Rostbratwürstchen serviert. Dass diese Tradition trotz aller historischen Umbrüche bis heute erhalten geblieben ist, beeindruckte die Reisegruppe ebenso wie die hervorragenden Bratwürstchen selbst. Ein echtes kulinarisches Highlight!

Am Nachmittag folgte der Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Während einige Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, Teile des weitläufigen Geländes selbst zu erkunden, beschäftigte sich der Großteil der Gruppe mit der Ausstellung und der historischen Bedeutung des Ortes. Dabei standen insbesondere die Rolle Nürnbergs während der nationalsozialistischen Diktatur, die Geschichte des Reichsparteitagsgeländes und der heutige Umgang mit diesem schwierigen historischen Erbe im Mittelpunkt. Ein eindrucksvoller und nachdenklich stimmender Programmpunkt, der viele Gespräche innerhalb der Reisegruppe anregte.

Der Mittwoch führte die Teilnehmer schließlich in die bayerische Landeshauptstadt München. Erste Station war der Olympiapark mit seinen beeindruckenden Sportstätten und seiner besonderen Geschichte. Neben der Besichtigung der Anlagen bot sich vor Ort auch die Gelegenheit, über die aktuellen Diskussionen rund um eine mögliche deutsche Olympiabewerbung zu sprechen. Insbesondere die unterschiedlichen Bewerbungsansätze von München, Berlin und der Rhein-Ruhr-Region sorgten für einen interessanten Austausch.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem Münchner Hofbräuhaus ging es weiter zur BMW-Welt. Bei einer spannenden Führung erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Welt des Automobils, technische Innovationen und zukünftige Entwicklungen der Mobilität. Die beeindruckende Architektur und die ausgestellten Fahrzeuge machten den Besuch zu einem weiteren Höhepunkt der Reise.

Im Anschluss blieb noch etwas Zeit, München auf eigene Faust zu erkunden. Ein Teil der Reisegruppe machte sich auf den Weg zum Marienplatz und bewunderte dort das prächtige Neue Rathaus. Während einige Teilnehmer bei einem gemütlichen Eis die Atmosphäre der Innenstadt genossen, nutzten andere die Gelegenheit, weitere Sehenswürdigkeiten wie den Bayerischen Hof, die Liebfrauenkirche sowie den Viktualienmarkt zu besichtigen.

Nach einem langen, aber erlebnisreichen Tag kehrte die Gruppe am Abend nach Nürnberg zurück. Dort stand erstmals auch eine gemeinsame Erkundung der Altstadt in den Abendstunden auf dem Programm. Bei einem Glas frischem Federweißer in gemütlicher Runde ließ man den Tag ausklingen und die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren.

Am Donnerstag führte die Bildungsreise zunächst nach Stein bei Nürnberg zum traditionsreichen Unternehmen Faber-Castell. Bei einer ausführlichen Führung durch die Produktionsstätten erhielten die Teilnehmer beeindruckende Einblicke in die Herstellung der weltbekannten Schreib- und Zeichengeräte. Besonders interessant war dabei, wie viele Fertigungsschritte noch heute am Standort in Deutschland erfolgen und wie sich traditionelle Handwerkskunst mit moderner Produktion verbindet.

Auch das historische Faber-Castell-Schloss beeindruckte die Reisegruppe. Eine besondere Bereicherung war dabei die persönliche Verbindung der Gästeführerin zum Schloss, an dessen Restaurierung sie selbst maßgeblich beteiligt gewesen war. Dadurch konnten zahlreiche interessante Einblicke in die Geschichte und den Erhalt des Gebäudes gewonnen werden. Die vielen Fragen der Teilnehmer und der lebendige gemeinsame Austausch machten auch diese Führung zu einem besonderen Erlebnis.

Anschließend stand der Besuch des Museums für Kommunikation in Nürnberg auf dem Programm. Dort begaben sich die Teilnehmer auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Kommunikation, von ihren historischen Anfängen bis hin zu modernen Formen des Informationsaustauschs. Auch hier boten die Ausstellungen zahlreiche Anregungen, insbesondere mit Blick auf die Veränderungen unserer Gesellschaft.

Der verbleibende Nachmittag stand zur freien Verfügung. Viele nutzten die Gelegenheit für einen letzten gemütlichen Bummel über den Nürnberger Hauptmarkt und durch die historische Altstadt, um noch das eine oder andere Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu entdecken. Natürlich durften dabei auch die berühmten Nürnberger Lebkuchen nicht fehlen.

Am Freitag hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach einer gemeinsamen Abschlussbesprechung mit dem Bildungsreferenten Michael Mohs, bei der die vielfältigen Eindrücke und Erkenntnisse der vergangenen Tage noch einmal aufgegriffen wurden, trat die Reisegruppe die Heimfahrt nach Weilerswist an.

Im Mittelpunkt der gesamten Bildungsreise standen aktuelle Fragen rund um Strukturwandel, Zukunftstechnologien und gesellschaftliche Entwicklungen. Gleichzeitig bot das abwechslungsreiche Programm immer wieder die Möglichkeit, sich mit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und neue Perspektiven kennenzulernen.

Neben dem umfangreichen Bildungsprogramm kam aber auch das gesellige Miteinander keineswegs zu kurz. Ob bei gemeinsamen Mahlzeiten, den zahlreichen Gesprächen während der Busfahrten oder den gemütlichen Abenden in geselliger Runde: Es wurde viel erzählt, diskutiert und gemeinsam gelacht. Denn neben der Bildung stand auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt dieser Reise.

Ein besonderer Dank gilt Matthias Fey und René Bertram, die mit großem Engagement, viel Herzblut und Liebe zum Detail eine rundum gelungene Bildungsreise organisiert und die Reisegruppe auch vor Ort hervorragend betreut haben. Ebenso gilt ein herzliches Dankeschön dem freundlichen Busfahrer, der die Teilnehmer während der gesamten Reise sicher und stets gut gelaunt begleitete. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Gesprächen, schönen gemeinsamen Erinnerungen und sicherlich auch dem einen oder anderen Nürnberger Lebkuchen im Gepäck kehrte die Reisegruppe schließlich nach Weilerswist zurück.

In besonderer Erinnerung bleibt Nürnberg als eine Stadt, die auf beeindruckende Weise Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Eine Stadt mit einer bewegten, an vielen Stellen auch schwierigen Geschichte, die sich zugleich offen, lebendig und zukunftsorientiert präsentiert. Gerade diese Verbindung aus historischem Bewusstsein, kultureller Vielfalt und dem Blick nach vorne machte den Besuch besonders eindrucksvoll.

Eine Bildungsreise, die nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch die Gemeinschaft stärkte und allen Beteiligten sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Eines steht jedenfalls fest: Wir kommen gerne wieder!
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