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Von Bienen und Imkern - Senioren-Union Weilerswist

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Von Bienen und Imkern

Aktuelles
Imkerin Ruth Stickeler berichtete über "Stockgeflüster".
Fotos(5): M. Fey
Stockgeflüster - Geschichten aus dem Bienenvolk

Imkerin Ruth Stickeler beim SU-Stammtisch im Oktober

07. Oktober 2026
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(MF/RS) Wie lebt ein Bienenvolk, und welche Aufgaben übernimmt eine Imkerin? Darüber berichtete Ruth Stickeler beim Stammtisch der Seniorenunion am 7. Oktober im AWO-Heim in Weilerswist. Vorsitzender René Bertram begrüßte die Referentin, die unter dem Titel „Stockgeflüster – Geschichten aus dem Bienenvolk“ Einblicke in ihren Imkeralltag gab.

Ruth Stickeler imkert seit 2022 und gehört seit 2023 dem Bienenzuchtverein Euskirchen e. V. an. Derzeit betreut sie neun Bienenvölker. Mit ihren Geschichten und Erklärungen machte sie deutlich, wie vielfältig das Leben im Bienenstock und die Arbeit am Bienenstand sind.

Zunächst stellte sie die drei Bienenwesen vor: Königin, Arbeiterinnen und Drohnen. Die Königin sorgt für den Nachwuchs und kann während der Hauptbrutzeit bis zu 2.000 Eier am Tag legen. Die Arbeiterinnen reinigen die Zellen, versorgen die Brut und die Königin, bauen Waben und bewachen das Flugloch. Außerdem sammeln sie Nektar, Pollen, Wasser und Harz. Während Sommerbienen meist nur wenige Wochen leben, können Winterbienen mehrere Monate alt werden. Die männlichen Bienen, die Drohnen, begatten junge Königinnen und sterben nach erfolgreicher Paarung.

Anschaulich wurde der Vortrag durch die mitgebrachte Beute, die Bienenwohnung. Ruth Stickeler erläuterte deren Aufbau mit Boden und Flugloch, aufgesetzten Kästen, den sogenannten Zargen, sowie Rähmchen und Deckel. In den Waben wächst der Nachwuchs heran; zugleich lagern die Bienen dort Honig und Pollen. Auch typische Werkzeuge stellte sie vor: Mit dem Stockmeißel löst sie festgekittete Rähmchen, der Smoker gibt dosierte Rauchstöße ab und der Bienenbesen dient zum sanften Abkehren der Bienen. Schleier und Handschuhe schützen bei der Arbeit, ein Zeichenstift hilft beim Markieren der Königin.

Im Jahresverlauf verändern sich die Aufgaben der Imkerin. Im Frühjahr kontrolliert Ruth Stickeler ihre Völker regelmäßig und erweitert bei Bedarf deren Raumangebot. Im Sommer stehen die Pflege der Völker und die Honigernte im Mittelpunkt. Vor der Ernte prüft sie die Honigreife und den Wassergehalt. Verdeckelte Honigzellen sind ein Hinweis auf die Reife, allein jedoch kein sicherer Nachweis. Nach dem Entfernen der Wachsdeckel löst die Honigschleuder den Honig durch Fliehkraft aus den Waben. Anschließend wird er gesiebt, abgefüllt und etikettiert.

Bereits im Spätsommer beginnt die Vorbereitung auf den Winter. Ausreichende Futtervorräte und die Gesundheit der Völker sind dabei besonders wichtig. Die Bienen halten keinen Winterschlaf: Sie sammeln sich in einer Wintertraube und erzeugen durch Muskelarbeit Wärme. Die Bruttätigkeit geht zurück und kann zeitweise ganz ruhen. Für die Imkerin bietet der Winter Gelegenheit zur Wachs- und Materialpflege. Auch die Vermarktung ihres Honigs gehört zu ihrem Alltag.

Zur Sprache kamen außerdem natürliche Gegenspieler der Honigbienen, darunter Wespen und Hornissen. Im Anschluss beantwortete Ruth Stickeler die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erhielt für ihren kurzweiligen Vortrag kräftigen Applaus. René Bertram bedankte sich im Namen aller Anwesenden und überreichte ihr eine Flasche Wein.
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